Kern dieser Tragödie ist der uralte Konflikt zwischen Staat und Individuum. Und dieser ist plötzlich wieder sehr aktuell.
Was darf ein Staat verbieten, was verlangen von seinen Bürgern?
Was tun als Individuum, wenn einem die eigene Moral etwas abverlangt, was der Staat gerade verboten hat?
Wer kennt sie nicht, diese Fragen, in unseren Tagen?
Geschickt verknüpft Claudia Wehner in ihrer Bearbeitung die unterschiedlichen Textfassungen zum Anttigonestoff, überrascht mit leichtem Zugang zur antiken Geschichte und das Ensemble spielt mit so viel Enthusiasmus und Spielfreude, dass die Tragödie spannend und belebend wirkt. Achim Stellwagen als strenger, aber wohlmeindende Kreon und Nathalie Hack als gegen die Obrigkeit aufbegehrendes Mädchen sind ein starkes Team. Die Ideen und Kniffe der Inszenierung überraschen immer wieder und lassen vollkommen vergessen, dass die Geschichte vor 2500 Jahren zum ersten Mal auf die Bühne kam. Aktueller, so denkt man, kann Theater nicht sein! Und die Livemusik von Thilo Zetzmann ist das Sahnehäubchen auf der Theatertorte.

Konzept und Regie: Claudia Wehner
Musik: Thilo Zetzmann
Kreon und Wächter: Achim Stellwagen
Antigone: Nathalie Hack
Ismene: Sina Peris
Haimon: Volker Metzger
Seher und Bote: Leo Schärf
Assistenz: Liane Genenz
Technik: Bernhard Bamler

WEITERE INFOS:

Vorverkauf
20.00€
Abendkasse
23.00€
* Beim Kauf über Online-Kartensysteme und bei externen Vorverkaufsstellen fallen zusätzliche Fremdgebühren an.

WEITERE TERMINE:

17. December 2020, 20:00 Uhr