Die Mitgliederversammlung des Tennisclubs TC Gonsenheim 06 ist fast zu Ende, nur die Abstimmung über die Anschaffung eines neuen Grills für die Vereinsfeiern steht noch aus. Und plötzlich geht es um die Wurst - genauer gesagt: um die Schweinswurst. Denn die darf nicht neben dem Grillgut des einzigen Clubmitglieds muslimischen Glaubens auf dem neuen Vereinsgrill brutzeln, so will es der Koran. Was tun? Einen Zweitgrill für den türkischen Tenniskollegen finanzieren? Nur noch Tofu auflegen? Sofort ist die Diskussion um Toleranz und Integration entfacht: Wie viele Rechte muss eine Mehrheit einer Minderheit einräumen? Muss man Religionen tolerieren, auch wenn man sie ablehnt? Gibt es auch am Grill eine deutsche Leitkultur? Und sind eigentlich auch Vegetarier eine Glaubensgemeinschaft?
Schnell wird aus dem Pingpong um die Extrawurst ein hartes Match, bei dem der politisch korrekte Diskurs auch mal auf der Strecke bleibt.
Die Gesellschaftssatire um die Wurst aus der Feder der Autoren der Fernsehserie "Stromberg" spielt in der Open-Air-Theaterfassung von Regisseur Tom Peifer auf einem Tennisplatz - und das Publikum auf den Rängen wird kurzerhand an der Abstimmung in der Grillaffäre beteiligt.



Bericht über EXTRAWURST in der SWR-Sendung LANDESART

EXTRAWURST
Das Autorenduo Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob hat sich mit Drehbüchern für die Fernsehserien „Stromberg“, „Dr. Psycho“, „Pastewka“ und „Mord mit Aussicht“ einen Namen gemacht und wurde mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Jacobs schreibt regelmäßig für Satiresendungen wie die „heute-show“ (ZDF), „Extra 3“ (ARD) und die „Mitternachtsspitzen“ (WDR). Netenjakobs Roman „Macho Man“ stand monatelang in den Top Ten der Spiegel-Liste und wurde mit Christian Ulmen in der Hauptrolle verfilmt. 

Theater alePh

Carlos Lobo (Erol) absolvierte seine Ausbildung in Mainz, Málaga, Barcelona und New York und spielte 1995 erstmals an den Mainzer Kammerspielen. Neben verschiedenen Theater-Engagements ist er häufig in Episodenrollen im TV zu sehen. Er ist die deutsche Synchronstimme von Javier Bardem und unter anderem zu hören in „Vicky Cristina Barcelona“ und „James Bond: Skyfall“

Andreas Mach (Heribert) ist freischaffender Schauspieler und Regisseur und unterrichtet seit über zehn Jahren Schauspiel in Frankfurt. Er spielte am Deutschen Theater Berlin, am Maxim Gorki Theater, an den Staatstheatern Wiesbaden und Mainz und seit über acht Jahren regelmäßig an den Mainzer Kammerspielen. 

Detlev Nyga (Torsten) ist nach seiner Schauspielausbildung in Frankfurt am Main seit fast 30 Jahren als freier Schauspieler und Sprecher zum Beispiel bei der „Dramatischen Bühne“ und der „Fliegenden Volksbühne“ und den Brüder-Grimm-Festspielen in Hanau tätig und seit über 15 Jahren in verschiedenen Inszenierungen an den Mainzer Kammerspielen zu sehen. 

Tina Seydel (Melanie) spielte an verschiedenen Theatern in Düsseldorf, Wien, Oberhausen, Detmold und Aachen. Dem Fernsehpublikum ist sie durch Comedy-Formate, wie „Pastewka“ oder „Kroymann“ bekannt. Außerdem arbeitet sie als Dozentin an der First Take Schauspielakademie. 

Ulrich Sommer (Matthias) absolvierte 1993 die Schauspielschule Mainz, danach folgten Gastverträge an den Mainzer Kammerspielen und den Staatstheatern Mainz und dem Wiesbaden. Mit dem Theater Curioso realisiert er als Schauspieler und Regisseur eigene Projekte. 

Tom Peifer arbeitet seit 1986 als Autor und Regisseur im Leitungsteam der Mainzer Kammerspiele. In den letzten Jahren inszenierte er für das Theater alePh Gesellschaftssatiren wie „Der Gott des Gemetzels“, „Frau Müller muss weg“ oder „Tatortreiniger“, die zu den erfolgreichsten freien Theaterproduktionen des Rhein-Main-Gebiet gehören. Neben den Arbeiten für die Mainzer Kammerspiele inszeniert Peifer gerne an besonderen Orten und entwickelt theatrale Konzepte für Kunsthallen, Museen und den öffentlichen Raum. 

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